Open Data in den Wirtschaftswissenschaften

Open Data ist in den letzten Jahren ein wichtiger Bereich für Forschende geworden. Dazu beigetragen hat, dass die zunehmende Anzahl an wissenschaftlichen Datensätzen zu mehr Fragen rund um deren Zugang, Nutzung und Kuratierung führt. In den Wirtschaftswissenschaften spielen die gestiegene Bedeutung empirischer Forschung und die zunehmende freie Verfügbarkeit von Forschungsdaten eine große Rolle. Beispielsweise werden Daten der amtlichen Statistik von statistischen Ämtern national wie international nach dem Prinzip der „Open Government Data“ frei im Internet zugänglich gemacht. Das Spektrum an Forschungsdaten, die für Open Data interessant sind, ist groß: Forschungsdaten sind alle Daten, die im Zuge wissenschaftlicher Vorhaben entstehen. Bei den meisten wissenschaftlichen Publikationen wird bislang allerdings nur ein kleiner Teil der während der Forschung erhobenen Daten in der finalen Publikation veröffentlicht.

Die Wissenschaft profitiert davon, wenn die gesamten Daten eines Projektes so schnell wie möglich öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Der schnellste Weg ist, den Datensatz direkt in einem Repositorium zu hinterlegen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Datenpublikation zu veröffentlichen, die hauptsächlich aus dem Datensatz und dessen Beschreibung besteht. Da Daten, die im Zuge öffentlich geförderter Forschung erstellt wurden, ein öffentliches Gut sind, fordern immer mehr Forschungsförderer ein, dass sie offen verfügbar gemacht werden.