Forschung mit Open Science besser machen

Willkommen beim Open Economics Guide, der zentralen Anlaufstelle zum Thema Open Science für Forschende aus den Wirtschaftswissenschaften. Erfahren Sie in diesem Guide (mehr über den Guide), wie Open Science auch Ihre Forschung bereichern kann, und steigern Sie Ihren Forschungserfolg in den Wirtschaftswissenschaften.

Mit Open Science machen Sie Ihre Forschung besser. Denn Open Science öffnet den wissenschaftlichen Prozess. Im Idealfall wird alles von der ersten Idee bis zur finalen Publikation über das Internet offen zugänglich, nachvollziehbar sowie nachnutzbar gemacht. Dahinter steht die Überzeugung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse so früh wie möglich mit möglichst vielen Menschen offen geteilt werden sollten, auch außerhalb der Wissenschaft.

Open Science beruht auf vier Grundprinzipien:

  1. Transparenz
  2. Reproduzierbarkeit
  3. Wiederverwendbarkeit
  4. Offene Kommunikation

Open Science steht damit im Einklang mit den etablierten Prinzipien guter wissenschaftlicher Praxis. Gute Forschung zeichnet sich dadurch aus, dass sie eine Kultur der Transparenz unter Forschenden fördert und danach strebt, den Nutzen für die Gesellschaft zu maximieren.

Die Open-Science-Bewegung begann in den 2000er Jahren dank der Initiative engagierter Forschender. Mittlerweile ist Open Science Bestandteil von vielen Förderprogrammen und Erklärungen.

Diese Vorteile bietet Open Science

Open Science stellt das Best-Practice für wissenschaftliches Arbeiten unter Nutzung der Chancen der Digitalisierung dar. Sie verbessert die Qualität und die Glaubwürdigkeit der Forschung, was auch angesichts der Replikationskrise und dem damit verbundenen Vertrauensverlust wichtig ist.

Es ist ein motivierender Forscher zu sehen, der die Vorteile von Open Science aufzeigen.

Open Science ist kein Selbstzweck, sondern adressiert gegenwärtige Probleme in der Wissenschaft:

  • Wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen: Open Science verbessert und beschleunigt Forschung durch erhöhte Transparenz und besseren Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen. Der schnellere Wissenstransfer durch Open Science führt zu mehr Zusammenarbeit und Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft und hilft dabei, komplexe Forschungsfragen schneller zu beantworten.
  • Vertrauen in Forschungsergebnisse steigern: Open Science ermöglicht durch den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und zu Forschungsdaten einen gründlichen Peer-Review. Damit wird die Reproduzierbarkeit und Transparenz von Forschungsarbeit erhöht, was der Qualität der Forschung zugute kommt und das Vertrauen in die Wissenschaft fördert.
  • Ressourcenverschwendung vermeiden: Open Science erhöht die Effizienz wissenschaftlicher Arbeit, etwa durch bessere Wiederverwendbarkeit und die Vermeidung von Doppelarbeit, und hat damit positive ökonomische Auswirkungen. Außerdem trägt Open Science zur Reduktion von Publikationskosten bei.
  • Ungleichheit verringern, auch beim Zugang zur Wissenschaft: Open Science fördert Chancengleichheit, beispielsweise wenn wissenschaftliche Erkenntnisse, auch für Forschende in Entwicklungsländern zugänglich gemacht werden, wenn Zusammenarbeit und die Einbindung von größeren Teilen der Gesellschaft in die Wissenschaft gefördert werden. So können auch leichter neue Forschungsfragen eingebracht und kritisches Denken sowie die wissenschaftliche Kompetenz in der Gesellschaft gefördert werden.
  • Öffentlich geförderte Forschung öffentlich zugänglich machen: Open Science macht öffentlich geförderte Forschungsergebnisse offen zugänglich. Steuerzahler:innen bekommen mehr Wert für ihr Geld. Open Science hat damit einen höheren Impact und führt zu ökonomischen Vorteilen.

Open Science führt somit zu einer Vielzahl an Verbesserungen für einzelne Forschende, das gesamte Wissenschaftssystem und die Gesellschaft.

Wissensdatenbank Open Science

Erfahren Sie, wie Open Science Forschung besser macht: für eine schnellere und effizientere Wissenschaft mit hohem Impact!

Open Science in den Wirtschaftswissenschaften

Open Science wird in der wirtschaftswissenschaftlichen Praxis vermehrt angewendet. Sie basiert im Wesentlichen auf sechs Hauptbereichen, die dazu dienen, jeweils einzelne Teile des wissenschaftlichen Prozesses zu öffnen:

  • Open Access: Forschungsergebnisse in offener Art und Weise publizieren, und für jede Person nutzbar und zugänglich machen
  • Open Data: Forschungsdaten so weit möglich öffentlich und für andere nachnutzbar als FAIR Data zur Verfügung stellen
  • Open Educational Resources: Freie und offene Materialien für Bildung und in der Lehre verwenden und selbst zur Verfügung stellen
  • Open Methodology: Die Anwendung von Methoden sowie den gesamten Prozess dahinter soweit praktikabel und relevant dokumentieren
  • Open Source: Quelloffene Technologien (Hard- und -Software) verwenden und eigene Technologien öffnen
  • Open Peer Review: Transparente und nachvollziehbare Qualitätssicherung durch offenes Peer Review

Offenheit ist eine „Win-Win“-Situation, für die Gesellschaft, die Wissenschaft und Ihre eigene Karriere. Worauf warten Sie noch?

Mehr Resonanz

Wo technische Kompetenz steckt, ist auch Offenheit

Essentiell für wissenschaftliche Qualität

Wir Profs müssen die Role Models für Open Science sein

Hohe Sichtbarkeit

Open Science öffnet viele Türen

Mehr Impact

Open Access erhöht den Impact und die Sichtbarkeit von Forschung

Forschung für die Gesellschaft

Die Gesellschaft an Erkenntnissen teilhaben lassen

Bessere Kooperation

Bei großen Ausschreibungen ist Offenheit heute oft die Regel

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