Bestandteile eines Datenmanagementplans

Sinnvoll ist es, bereits vor Projektbeginn festzulegen, welche Verantwortlichkeiten im Umgang mit Forschungsdaten vorliegen und beispielsweise folgende Aspekte zu klären:

  • Welche Daten werden erzeugt und genutzt?
  • Um welche Art von Daten handelt es sich?
  • Welche Daten sollen oder müssen warum aufbewahrt werden?
  • Welche Zusatzinformationen sind für das Verstehen der Daten notwendig?
  • Wann erfolgt die Datenauswahl?
  • Wie lange sollen die Daten aufbewahrt werden?
  • Wann und wohin werden die Daten übergeben?
  • Wer darf die Daten nutzen?

Im Einzelnen sollte der DMP also beinhalten:

  • Sammlung und Dokumentation: Art, Format und Umfang der Daten, die Sie sammeln werden. Das Format der erzeugten Daten hängt in der Regel mit der von Ihnen verwendeten Software zusammen und hat Konsequenzen für die Möglichkeiten der gemeinsamen Nutzung und Langzeitarchivierung. Die anfängliche Beschreibung ermöglicht die Erstellung einer Dokumentation (Metadaten), die für das Verständnis Ihrer Daten nützlich ist und die Sie während der Produktionsphase weiter anreichern werden.
  • Speicherung und Aufbewahrung: Wie werden die Daten während Ihrer Forschung gespeichert und aufbewahrt? Wer wird für die Wiederherstellung der Daten verantwortlich sein, wenn es einen Zwischenfall gibt?
  • Rechtliche und sicherheitstechnische Fragen: Welche Schutzvorschriften gelten für Ihre Daten? Welche Methoden werden Sie einsetzen, um den Schutz von personenbezogenen Daten oder anderen sensiblen Daten zu gewährleisten? Sie sollten sich insbesondere über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) informieren. Denken Sie bei der Weitergabe von Daten und der langfristigen Aufbewahrung darüber nach:
    – welche Personen Ihre Daten nutzen möchten,
    – die Kriterien für die Auswahl der Daten, die geteilt werden sollen,
    – die Dauer der Aufbewahrung der Daten,
    – in welchem Repository Sie die Daten hinterlegen könnten,
    – die Art und Weise, wie Ihre Daten dauerhaft zugänglich und auffindbar gemacht werden können (persistenter Identifikator/DOI).
  • Zuständigkeiten und Ressourcen: Benennen Sie die Rollen und Zuständigkeiten der Personen, die an dem Projekt arbeiten. Dies ist insbesondere bei Projekten, an denen viele Forschende, Institutionen und Gruppen mit unterschiedlichen Arbeitsmethoden beteiligt sind, wichtig.

Einen Überblick über Datenmanagementpläne gibt Forschungsdaten.info unter Der Datenmanagementplan – eine Wegbeschreibung für Daten. Ein Tool für das Erstellen eines Forschungsdatenmanagementplans ist DMPonline. Weitere Tools zur Erstellung von Forschungsdatenmanagementplänen (PDF) werden vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) und dem Open Science Office der Helmholtz-Gemeinschaft vorgestellt.

Tipp

Auf der Datenmanagementplan-Seite der Humboldt-Universität zu Berlin finden Sie unter anderem Musterdatenmanagementpläne für verschiedene Forschungsförderer.