Die beste Open-Access-Zeitschrift für Ihr Paper wählen: So hilft der neue oa.finder

Welches Journal ist für meinen geplanten Aufsatz das richtige? Angesichts tausender Fachzeitschriften die passende auszuwählen, ist eine Herausforderung. Besonders wenn man im Open Access veröffentlichen möchte und dabei die Finanzierung möglicher Gebühren im Blick haben muss. Das neue Tool oa.finder bietet mit seinen umfangreichen Such- und Filteroptionen nun weitere Unterstützung.

Ende Oktober 2022 ist der oa.finder gestartet. Das im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojekts „open-access.network“ entwickelte und von der Universitätsbibliothek Bielefeld betriebene kostenlose Recherchetool bietet Informationen zu Open Access, Fachrichtung und Impact für über 55.000 Fachzeitschriften. Damit hilft der oa.finder Forschenden, ein passendes Journal für das Veröffentlichen im Open Access zu identifizieren.

So wählen Sie mit dem oa.finder einen geeigneten Publikationsort aus:

  1. Wählen Sie bei „Mein Publikationstyp“ aus, welche Art von Veröffentlichung Sie planen. Aktuell funktioniert dies ausschließlich für Zeitschriftenaufsätze. In Vorbereitung befindet sich aber auch eine Recherchemöglichkeit nach Verlagen, die Monografien, Sammelbände und Konferenzschriften im Open Access publizieren. Klicken Sie bei „Meine Rolle“ Ihre Rolle im Publikationsprozess an. Bei „Meine Organisation“ geben Sie Ihre wissenschaftliche Einrichtung an. Sobald Sie anfangen deren Namen einzugeben, werden Ihnen passende Einrichtungen zur Auswahl vorgeschlagen.
  2. Daraufhin wird Ihnen eine umfangreiche Liste an möglichen Zeitschriften angezeigt. Wenn Sie die vorhandenen Filter-, Sortier- und Suchoptionen anwenden, wird diese Liste für Ihre Zeitschriftenauswahl noch übersichtlicher: So können Sie etwa nach Fachgebieten filtern, zum Beispiel nach „Wirtschaftswissenschaften“. Weitere Filteroptionen umfassen unter anderem den Verlag, die Publikationssprache oder bestimmte Open-Access-Formen. Sie können die Informationen auch anhand von Rankings wie dem VHB-JOURQUAL3 oder dem VWL-Ranking sortieren. In den angezeigten Ergebnissen lassen sich dann gezieltere Suchen starten, beispielsweise anhand von Schlagworten oder Zeitschriftentiteln. Ferner können Sie die Ergebnisse anhand der Höhe der Open-Access-Publikationsgebühren (APCs) eingrenzen.
  3. In der Ergebnisliste finden sich bei den einzelnen Zeitschriften Informationen zur Höhe der Open-Access-Publikationsgebühren (APCs) sowie zu den jeweiligen Finanzierungsoptionen, etwa über Transformationsverträge oder Publikationsfonds Ihrer Einrichtung.
  4. Die einzelnen Zeitschriftentreffer können aufgerufen werden. Sie erhalten dann weitere Detailinformationen zur jeweiligen Zeitschrift, organisiert unter den vier Reitern „Überblick zur Zeitschrift“, „Details zur Zeitschrift“, „APCs“ und „Zeitschriftenmetriken“. Hier finden Sie unter anderem Informationen über die Open-Access-Policy, verwendete Lizenzen, eingesetzte Persistent Identifier, das Begutachtungsverfahren, die geschätzte Dauer des Publikationsprozesses sowie die Platzierung in den verschiedenen Rankings.

Unterstützung an der eigenen Einrichtung holen

Wenn Sie die weiteren Reiter oben neben dem Tab „Zeitschriften“ der Ergebnisliste auswählen, bekommen Sie Hintergrundinformationen zu Ihrer Einrichtung angezeigt. Bei „Open Access an Ihrer Einrichtung“ und „Transformationsverträge an Ihrer Einrichtung“ finden Sie unter anderem die Open-Access-Policy, Publikationsfonds und Publikationsdienstleistungen Ihrer Einrichtung sowie eine Übersicht der Open-Access-Transformationsverträge, an denen Ihre Einrichtung beteiligt ist.

Auch wenn alle im oa.finder enthaltenen Informationen regelmäßig geprüft und aktualisiert werden, ist es ratsam, vor einer Einreichung sicherheitshalber selbst noch einmal zu kontrollieren, ob die für Sie entscheidenden Angaben zur Zeitschrift und den Finanzierungsoptionen zutreffen. Was die Übernahme von Publikationsgebühren betrifft, wird empfohlen, die Open-Access-Website Ihrer Bibliothek oder des Dezernats Forschungsförderung an Ihrer Einrichtung zu prüfen und dortige Ansprechpersonen zu konsultieren.

Übrigens: Das Team hinter dem oa.finder bietet Schulungstermine für Forschende an, zudem lassen sich individuelle Beratungstermine oder für Gruppen, telefonisch oder online, vereinbaren. Namen und Kontaktdaten der Ansprechpartner finden Sie dazu direkt auf der Startseite des Tools. 

Mehr Informationen zum oa.finder und noch mehr Open-Science-Tools finden Sie im Tool-Verzeichnis. Noch mehr Tipps für die Auswahl eines geeigneten Journals und Tools für die Auswahl eines passenden Publikationsortes finden Sie ebenfalls im Open Economics Guide.

Noch ein Tipp: Abonnieren Sie die Updates des Open Economics Guide, um auch über neue Blogposts auf dem Laufenden zu bleiben!

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