Tools für Open Science
Eine Vielzahl an Tools unterstützt Sie dabei, Open Science zu praktizieren. In unserer Tool-Übersicht haben wir für Sie eine Auswahl zusammengestellt und den verschiedenen Phasen des wissenschaftlichen Workflows zugeordnet.
Geeignete Open-Science-Tools erkennen
Bei der Wahl passender Tools für Open Science empfiehlt es sich, einige Kriterien abzuprüfen. Dazu gehört auch, inwiefern das Tool selbst Open-Science-Kriterien entspricht. Grundsätzlich bietet es sich zudem an, zu prüfen, welche Tools bereits in der eigenen Community etabliert sind. Folgende Aspekte können Sie bei der Auswahl von geeigneten Tools unterstützen:
- Kosten: Ist die Nutzung des Tools kostenlos? Insbesondere kommerzielle Anbieter bieten oft neben einer kostenlosen Nutzung auch kostenpflichtige Pakete mit erweiterten Funktionen an. Gemeinnützige Einrichtungen bieten ein Tool in der Regel für Endnutzer kostenlos an. Der Betrieb wird beispielsweise über einen Institutshaushalt oder Mitgliedschaftsmodelle finanziert.
- Datenschutz: Verarbeite ich personenbezogene Daten und erfüllt das Tool die Datenschutzanforderungen (ist es DSGVO-konform)? Wenden Sie sich im Zweifel an die:den Datenschutzbeauftragte:n in Ihrer eigenen Einrichtung.
- Open Source: Ist das Tool selbst quelloffen? Ein Open-Source-Tool bietet mehr Möglichkeiten der Weiterentwicklung und ist oft ein wichtiger Enabler für die Verbreitung und Akzeptanz innerhalb einer Community. Beispiele dafür sind die Programmiersprache R oder Jupyter.
- Betreiber: Wer ist der Betreiber des Tools? Dies kann ein kommerzieller Anbieter sein oder eine gemeinnützige Einrichtung, worunter auch wissenschaftliche Infrastruktur- oder Forschungseinrichtungen gehören. Dies kann auch zur Einschätzung herangezogen werden, wie nachhaltig ein Tool ist.
- Community getrieben: Wird das Tool von der wissenschaftlichen Community (weiter)entwickelt? Dies hat den Vorteil, dass sich ein Tool nach den Bedürfnissen einer Community ausrichtet und diese somit mehr Einfluss auf die Weiterentwicklung hat. Beispiele sind Crossref und DOAJ.
- Weitere Openness-Kriterien: Sind die Daten offen lizenziert? Werden standardisierte Formate und Schnittstellen benutzt? Dies wären neben Open Source weitere Aspekte für ein „offenes“ Tool. Alle Daten auf Wikidata sind beispielsweise CC0 und über eine API maschinenlesbar, und damit breit nachnutzbar. Die Inhalte im DOAJ stehen unter einer CC BY-SA-Lizenz.

Wir haben eine kleine Auswahl an Open-Science-Tools zusammengestellt, um Ihnen einen ersten Eindruck zu geben.
Open-Science-Tools der ZBW:
Die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft bietet als öffentliche Einrichtung einige nicht-kommerzielle Open-Science-Tools direkt für die Wirtschaftswissenschaften an. Zu ihnen gehören:
Umfassende Open-Science-Tools
Zu den Open-Science-Tools, die große Teile des wissenschaftlichen Workflows beziehungsweise verschiedene Open-Science-Bereich abdecken, gehört:
Toolsammlungen mit Open-Science-Tools. (Einzelne Tools finden sich bei den entsprechenden Open-Science-Themen.):
- Toolbox – Resources for Researchers des Open Science Centers der LMU München mit Tools für die Planung der Forschung, für die Durchführung, die Datenanalyse und die Veröffentlichung von Daten, Materialien und Papers.
- Infra Finder von Invest in Open Infrastructure als Katalog- und Vergleichsplattform für Open-Science-Infrastrukturen, die Informationen zu Offenheit, Governance und Einsatzbereichen entlang des wissenschaftlichen Workflows bietet; richtet sich vor allem an Bibliotheken, Infrastruktureinrichtungen und Forschende in koordinierenden Rollen.